Feigensenf selber machen ist einfacher als du denkst und eröffnet dir eine ganz neue Welt an kulinarischen Möglichkeiten! Stell dir vor: Ein süß-scharfer Genuss, der deine Käseplatte veredelt, Gegrilltes perfekt ergänzt und sogar einfache Sandwiches in Gourmet-Erlebnisse verwandelt. Klingt verlockend, oder?
Feigensenf hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht, als Senf als Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker hoch geschätzt wurde. Die Kombination mit süßen Früchten wie Feigen war eine clevere Möglichkeit, die Schärfe des Senfs auszubalancieren und ihm eine besondere Note zu verleihen. Heute ist Feigensenf vor allem für seinen einzigartigen Geschmack bekannt: Die Süße der Feigen harmoniert wunderbar mit der würzigen Schärfe des Senfs, was ihn zu einem echten Allrounder in der Küche macht.
Warum lieben so viele Menschen Feigensenf? Ganz einfach: Er ist unglaublich vielseitig! Seine cremige Textur und der intensive Geschmack machen ihn zu einem Highlight auf jeder Tafel. Ob zu würzigem Käse, deftigen Wurstwaren oder als raffinierte Marinade für Fleisch – Feigensenf selber machen lohnt sich, denn er verleiht jedem Gericht das gewisse Etwas. Und das Beste daran? Du kannst ihn ganz nach deinem Geschmack anpassen und mit verschiedenen Senfsorten, Honig oder Gewürzen experimentieren. Lass uns gemeinsam in die Welt des selbstgemachten Feigensenfs eintauchen!
Zutaten:
- 500g frische, reife Feigen (am besten dunkle Sorten wie Brown Turkey oder Mission)
- 100ml Apfelessig (oder Weißweinessig)
- 50g gelbe Senfsaat
- 25g braune Senfsaat
- 50g Zucker (brauner Zucker für eine karamelligere Note)
- 1 TL Salz
- 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1/4 TL Chiliflocken (optional, für eine leichte Schärfe)
- 50ml Wasser (oder mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
- 1 EL Honig (optional, für zusätzliche Süße und Aroma)
Vorbereitung der Feigen:
- Feigen waschen und vorbereiten: Zuerst wasche ich die Feigen gründlich unter kaltem Wasser. Dann entferne ich den Stielansatz. Wenn die Feigen sehr groß sind, schneide ich sie in Viertel. Kleinere Feigen halbiere ich einfach. Es ist wichtig, dass die Feigen reif sind, aber nicht überreif und matschig. Sie sollten noch etwas Festigkeit haben.
- Feigen einkochen: In einem mittelgroßen Topf gebe ich die vorbereiteten Feigen, den Apfelessig, den Zucker, das Salz, den Pfeffer und die Chiliflocken (falls verwendet). Ich verrühre alles gut, damit sich der Zucker und das Salz auflösen.
- Köcheln lassen: Ich bringe die Mischung bei mittlerer Hitze zum Kochen. Sobald es kocht, reduziere ich die Hitze auf niedrig und lasse die Feigen unter gelegentlichem Rühren etwa 30-45 Minuten köcheln. Die Feigen sollen weich werden und die Flüssigkeit etwas eindicken. Achte darauf, dass nichts anbrennt!
- Pürieren (optional): Wenn ich eine feinere Konsistenz bevorzuge, püriere ich die Feigenmischung mit einem Stabmixer direkt im Topf. Ich kann aber auch einen Kartoffelstampfer verwenden, um die Feigen grob zu zerdrücken. Das hängt ganz davon ab, welche Textur ich am Ende haben möchte. Ich mag es, wenn noch kleine Feigenstückchen im Senf sind.
Zubereitung der Senfsaat:
- Senfsaat vorbereiten: Während die Feigen köcheln, bereite ich die Senfsaat vor. Ich mische die gelbe und braune Senfsaat in einer kleinen Schüssel.
- Senfsaat einweichen: Ich gebe das Wasser (oder mehr, falls nötig) über die Senfsaat, so dass sie gut bedeckt ist. Ich lasse die Senfsaat mindestens 30 Minuten, besser noch 1-2 Stunden einweichen. Das Einweichen macht die Senfsaat weicher und hilft, die Schärfe zu mildern. Außerdem quellen die Körner auf, was später für eine bessere Konsistenz sorgt.
Vermischen und Abschmecken:
- Senfsaat zu den Feigen geben: Nachdem die Feigen die gewünschte Konsistenz erreicht haben und die Senfsaat ausreichend eingeweicht ist, gebe ich die Senfsaat (samt Einweichwasser) zu den Feigen in den Topf.
- Weiter köcheln lassen: Ich verrühre alles gut und lasse die Mischung weitere 15-20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln. Dabei rühre ich regelmäßig um, damit nichts anbrennt. Die Senfsaat soll weich werden und ihr Aroma entfalten.
- Abschmecken: Jetzt kommt der wichtigste Teil: das Abschmecken! Ich probiere den Feigensenf und passe die Süße, Säure und Schärfe nach meinem Geschmack an. Wenn er zu sauer ist, gebe ich noch etwas Zucker oder Honig hinzu. Wenn er zu süß ist, kann ich noch einen Schuss Apfelessig hinzufügen. Für mehr Schärfe gebe ich noch etwas Chiliflocken oder frisch gemahlenen Pfeffer hinzu.
- Konsistenz anpassen: Wenn der Feigensenf zu dick ist, kann ich noch etwas Wasser hinzufügen, um ihn zu verdünnen. Wenn er zu dünn ist, lasse ich ihn noch etwas länger einköcheln, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich achte darauf, dass er beim Abkühlen noch etwas fester wird.
Abfüllen und Haltbarkeit:
- Gläser vorbereiten: Während der Feigensenf köchelt, bereite ich die Gläser vor. Ich sterilisiere die Gläser und Deckel, indem ich sie in kochendem Wasser auskoche oder im Backofen bei 120°C für 10 Minuten erhitze. Das ist wichtig, um die Haltbarkeit des Feigensenfs zu gewährleisten.
- Feigensenf abfüllen: Sobald die Gläser sterilisiert sind und der Feigensenf die gewünschte Konsistenz und den gewünschten Geschmack hat, fülle ich den heißen Feigensenf vorsichtig in die Gläser. Ich lasse dabei etwa 1 cm Platz bis zum Rand.
- Gläser verschließen: Ich verschließe die Gläser sofort fest mit den sterilisierten Deckeln.
- Auf den Kopf stellen (optional): Um sicherzustellen, dass die Gläser luftdicht verschlossen sind, stelle ich sie für etwa 10 Minuten auf den Kopf. Dadurch entsteht ein Vakuum, das die Haltbarkeit des Feigensenfs verlängert.
- Abkühlen lassen: Anschließend lasse ich die Gläser vollständig abkühlen. Dabei sollte ein “Plopp”-Geräusch zu hören sein, das anzeigt, dass die Gläser richtig verschlossen sind.
- Lagern: Der selbstgemachte Feigensenf ist im Kühlschrank gelagert mehrere Monate haltbar. Nach dem Öffnen sollte er innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.
Tipps und Variationen:
- Feigensorten: Ich kann verschiedene Feigensorten verwenden, um den Geschmack des Feigensenfs zu variieren. Dunkle Feigen wie Brown Turkey oder Mission haben ein intensiveres Aroma als helle Feigen.
- Essigsorten: Anstelle von Apfelessig kann ich auch Weißweinessig, Balsamico-Essig oder Sherry-Essig verwenden. Jeder Essig verleiht dem Feigensenf eine andere Geschmacksnote.
- Süße: Ich kann die Süße des Feigensenfs an meinen Geschmack anpassen, indem ich mehr oder weniger Zucker oder Honig verwende. Ahornsirup oder Agavendicksaft sind ebenfalls gute Alternativen.
- Schärfe: Für eine schärfere Variante kann ich mehr Chiliflocken, Cayennepfeffer oder sogar eine fein gehackte Chili hinzufügen.
- Gewürze: Ich kann den Feigensenf mit verschiedenen Gewürzen verfeinern, z.B. mit Zimt, Nelken, Sternanis, Ingwer oder Kardamom.
- Nüsse: Für eine besondere Note kann ich geröstete Nüsse wie Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse hinzufügen. Ich hacke die Nüsse grob und gebe sie kurz vor dem Abfüllen in den Feigensenf.
- Kräuter: Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei passen ebenfalls gut zu Feigensenf. Ich hacke die Kräuter fein und gebe sie kurz vor dem Abfüllen in den Feigensenf.
- Verwendung: Feigensenf passt hervorragend zu Käse (besonders Ziegenkäse und Blauschimmelkäse), Gegrilltem, Wild, Geflügel, Sandwiches und Salaten. Ich verwende ihn auch gerne als Dip für Cracker oder Gemüsesticks.
Weitere Ideen zur Verfeinerung:
- Balsamico-Glasur: Ein Schuss Balsamico-Glasur kurz vor dem Abfüllen verleiht dem Feigensenf eine zusätzliche Süße und Säure.
- Orangenschale: Abgeriebene Orangenschale sorgt für ein frisches, fruchtiges Aroma.
- Portwein: Ein Schuss Portwein während des Kochens intensiviert das Aroma der Feigen.
- Cognac oder Brandy: Ein Schuss Cognac oder Brandy kurz vor dem Abfüllen
Fazit:
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Rezept zeigen, wie einfach und lohnenswert es ist, Feigensenf selber zu machen. Es ist wirklich ein Game-Changer, wenn es um das Aufwerten von Käseplatten, Gegrilltem oder sogar einfachen Sandwiches geht. Die süße Note der Feigen, kombiniert mit der leichten Schärfe des Senfs, ergibt eine Geschmacksexplosion, die ihr so schnell nicht vergessen werdet. Und das Beste daran? Ihr wisst genau, was drin ist! Keine unnötigen Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel, nur pure, natürliche Zutaten.
Warum ihr dieses Rezept unbedingt ausprobieren müsst:
Dieses Rezept ist nicht nur unglaublich einfach zuzubereiten, sondern auch unglaublich vielseitig. Ihr könnt die Schärfe des Senfs ganz nach eurem Geschmack anpassen, indem ihr mehr oder weniger Senfpulver verwendet. Oder wie wäre es mit einem Hauch von Chili für eine extra feurige Note? Die Möglichkeiten sind endlos! Außerdem ist selbstgemachter Feigensenf ein wunderbares Geschenk für Freunde und Familie. Stellt euch vor, ihr überreicht ein hübsch dekoriertes Glas mit eurem selbstgemachten Senf – ein Geschenk, das von Herzen kommt und garantiert gut ankommt.
Serviervorschläge und Variationen:
Der klassische Anwendungsfall für Feigensenf ist natürlich die Käseplatte. Er harmoniert perfekt mit reifem Brie, würzigem Bergkäse oder cremigem Ziegenkäse. Aber auch zu Gegrilltem, insbesondere zu Geflügel oder Schweinefleisch, ist er eine absolute Delikatesse. Probiert ihn doch mal zu einem saftigen Schweinefilet oder zu gegrillten Hähnchenbruststreifen. Und wer es etwas ausgefallener mag, kann ihn auch als Dip zu Gemüsesticks oder als Topping für Burger verwenden. Eine weitere tolle Idee ist, ihn in Salatdressings einzurühren – das verleiht dem Salat eine ganz besondere Note. Für eine weihnachtliche Variante könnt ihr dem Feigensenf noch etwas Zimt und Nelken hinzufügen. Oder wie wäre es mit einem Schuss Balsamico-Essig für eine leicht säuerliche Note? Lasst eurer Kreativität freien Lauf und experimentiert mit verschiedenen Zutaten, um euren ganz persönlichen Lieblings-Feigensenf zu kreieren.
Ein paar weitere Ideen:
- Feigensenf als Glasur für einen Braten
- Feigensenf in einer Quiche oder Tarte
- Feigensenf als Füllung für Ravioli oder Tortellini
- Feigensenf als Begleitung zu Wildgerichten
Ich bin wirklich gespannt, wie euch das Rezept gefällt und welche Variationen ihr ausprobiert. Also, worauf wartet ihr noch? Ran an die Feigen und den Senf und zaubert euren eigenen, köstlichen Feigensenf! Vergesst nicht, eure Erfahrungen und Kreationen mit mir zu teilen. Ich freue mich riesig über eure Kommentare, Fotos und Anregungen. Lasst mich wissen, welche Käsesorten am besten zu eurem Feigensenf passen, welche Grillgerichte ihr damit verfeinert und welche ausgefallenen Variationen ihr ausprobiert habt. Gemeinsam können wir dieses Rezept noch weiter perfektionieren und neue, spannende Geschmackskombinationen entdecken. Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!
Und denkt daran: Selbstgemacht schmeckt einfach am besten! Also, traut euch und werdet zu Feigensenf-Experten!
Feigensenf selber machen: Das einfache Rezept für Feinschmecker
Hausgemachter Feigensenf mit süßen Feigen und würziger Senfsaat. Köstlich zu Käse, Gegrilltem oder als Dip.
Ingredients
- 500g frische, reife Feigen (am besten dunkle Sorten wie Brown Turkey oder Mission)
- 100ml Apfelessig (oder Weißweinessig)
- 50g gelbe Senfsaat
- 25g braune Senfsaat
- 50g Zucker (brauner Zucker für eine karamelligere Note)
- 1 TL Salz
- 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1/4 TL Chiliflocken (optional, für eine leichte Schärfe)
- 50ml Wasser (oder mehr, je nach gewünschter Konsistenz)
- 1 EL Honig (optional, für zusätzliche Süße und Aroma)
Instructions
- Feigen waschen, Stielansatz entfernen und je nach Größe halbieren oder vierteln.
- Feigen, Essig, Zucker, Salz, Pfeffer und Chiliflocken (falls verwendet) in einem Topf verrühren. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann Hitze reduzieren und 30-45 Minuten köcheln lassen, bis die Feigen weich sind und die Flüssigkeit eindickt. Gelegentlich umrühren.
- Für eine feinere Konsistenz die Feigenmischung mit einem Stabmixer pürieren oder mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken.
- Gelbe und braune Senfsaat mischen und mit Wasser bedecken. Mindestens 30 Minuten, besser 1-2 Stunden einweichen lassen.
- Eingeweichte Senfsaat (samt Einweichwasser) zu den Feigen in den Topf geben.
- Alles gut verrühren und weitere 15-20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Senfsaat weich ist. Regelmäßig umrühren.
- Feigensenf probieren und mit Zucker/Honig, Essig oder Chiliflocken/Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf mit Wasser verdünnen oder länger einköcheln lassen.
- Gläser und Deckel sterilisieren (in kochendem Wasser auskochen oder im Backofen bei 120°C für 10 Minuten erhitzen).
- Heißen Feigensenf vorsichtig in die Gläser füllen, dabei etwa 1 cm Platz bis zum Rand lassen.
- Gläser sofort fest mit den sterilisierten Deckeln verschließen.
- Gläser für etwa 10 Minuten auf den Kopf stellen, um ein Vakuum zu erzeugen.
- Gläser vollständig abkühlen lassen.
- Im Kühlschrank gelagert mehrere Monate haltbar. Nach dem Öffnen innerhalb weniger Wochen verbrauchen.
Notes
- Feigensorten: Dunkle Feigensorten haben ein intensiveres Aroma.
- Essigsorten: Apfelessig kann durch Weißweinessig, Balsamico-Essig oder Sherry-Essig ersetzt werden.
- Süße: Zucker/Honig kann durch Ahornsirup oder Agavendicksaft ersetzt werden.
- Schärfe: Für mehr Schärfe mehr Chiliflocken, Cayennepfeffer oder eine fein gehackte Chili hinzufügen.
- Gewürze: Mit Zimt, Nelken, Sternanis, Ingwer oder Kardamom verfeinern.
- Nüsse: Geröstete Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse hinzufügen.
- Kräuter: Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei hinzufügen.
- Verwendung: Passt hervorragend zu Käse, Gegrilltem, Wild, Geflügel, Sandwiches und Salaten. Auch als Dip für Cracker oder Gemüsesticks geeignet.